Tätigkeitsfelder

1. Ambulante Hilfen nach dem Sozialen Gesetzbuch (KJHG)
Wir bieten für Eltern, Kinder und Jugendliche, in Absprache mit dem Jugendamt, ambulante, flexible Hilfen zur Erziehung nach dem KJHG an.

  • Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) aus Anlass der Kindeswohlgefährdung oder eines erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarfs einer Familie.
    Rechtliche Grundlage: §§ 27, 31
  • Erziehungsbeistandschaften (EB) richten das Augenmerk auf das Kind bzw. den Jugendlichen und dessen Verselbständigung. Eine Fremdunterbringung soll vermieden und Verantwortungsübernahme für den eigenen Lebensweg gefördert werden.
    Rechtliche Grundlage: §§ 27, 30
  • Clearing ist eine zeitintensive auf 6 – 8 Wochen begrenzte Maßnahme für ein Familiensystem und seine positive Veränderung.

2. Ambulante Hilfen nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG)
Die Ausgestaltung der ambulanten Maßnahmen nach dem JGG ist in den einzelnen der 11 beteiligten Städte  je nach Leistungsvereinbarung innerhalb der Brücke-Projekte  unterschiedlich.

  • Diversionen finden Anwendung überwiegend bei Bagatelldelikten und Beschuldigten, die erstmals in strafrechtlicher Hinsicht in Erscheinung treten. Ziel ist die Umgehung einer Gerichtsverhandlung und die Umlenkung in ein außergerichtliches Verfahren.
    Rechtliche Grundlage: § 45 Abs. 2 JGG
  • Arbeitsauflagen bedeuten für den Jugendlichen, die eigene Arbeitskraft einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung zu stellen. „Der Richter kann dem Jugendlichen auferlegen, eine Arbeitsleistung zu erfüllen.“
    Rechtliche Grundlage: § 15 JGG (1) 3 und § 10 JGG (1) 4
  • Betreuungsweisungen dauern in der Regel zwischen 6 und 12 Monate. Zielgruppe sind straffällig gewordene Jugendliche (gem. § 1 Abs. 2 JGG) und Heranwachsende (gem. § 1 Abs. 2 JGG), die aufgrund erkennbarer Entwicklungsdefizite straffällig geworden sind und aufgrund der Straftat durch das Jugendgericht zugewiesen wurden.
    „Der Richter kann dem Jugendlichen … auferlegen,  sich der Betreuung und Aufsicht einer bestimmten Person (Betreuungshelfer)  zu unterstellen.“
    Rechtliche Grundlage: § 10 JGG (1) 5
  • Sozialer Trainigskurs richtet sich an straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende mit einem Deliktspektrum von Diebstahl bis leichter Körperverletzung.
    Rechtliche Grundlage: § 10 Abs. 1 Ziff. 7 JGG und § 23, 27, 57 (3) JGG